460 km und fast 8.000 Höhenmeter auf dem Harzrundweg in 8 Tagen
Harzrundwegtour
Tour auf dem Harzrundweg in 8 Tagen im Mai 2014, Teil 1  
Die Streckenführung der Tour:
Der Harzrundweg – das bedeutet einmal um den Harz herum radeln. Für die 460 km und fast 8.000 Höhenmeter hatten wir uns 8 Tage Zeit genommen. Die offizielle Streckenlänge beträgt nur 310 km, durch die Anfahrt aus der Nähe von Sondershausen und den Abstecher über den Brocken ist es etwas mehr geworden ;-)   Wir sind die Tour entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren, auch weil der Anstieg zum Brocken aus Schierke auf der Brockenstraße wesentliche einfacher zu fahren ist, als auf dem fast unfahrbahren, extrem steilen Plattenweg von der Eckertalsperre zum Gipfel. Das Profil der Tour würde ich als hüglig bis bergig bezeichnen, gelegentlich sind auch sehr steile Anstiege zu bezwingen. Die Ausschilderung des Harzrundweges ist häufig miserabel, ohne Navi würde ich die Tour nicht fahren. Für die Mühen wird man aber immer wieder durch eine wunderbare Landschaft und einige wirklich sehenswerte Städte entschädigt. Den unten dargestellten Track könnt ihr unter http://www.gpsies.com/map.do?fileId=vuqnayvdhonwoocc herunterladen. Als Karte haben wir den “Radwanderführer Harzrundweg” vom KK-Verlag werwendet (ISBN 978-3-86973-020-2). Wer häufig Bikeline-Karten benutzt, muss sich hier kaum umgewöhnen, Aufbau u. Machart sind sehr ähnlich.
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Nach dem Start bei Freunden in Großberndten ging‘s auf einem gut fahrbaren Feldweg bis nach Hainrode. Nach der steilen Abfahrt hinunter ins Dorf hatten wir einen super Blick auf den Harz und konnten in der Ferne sogar den Brocken entdecken. Auf ruhigen Nebenstraßen radelten wir nach Norden. Hinter Wolkramshausen haben wir uns verfahren, statt der L1036 zu folgen, sind wir auf einem Plattenweg in Richtung Hain gefahren. Noch vor dem Dorf mussten wir allerdings wieder in nördliche Richtung abbiegen und jetzt wurde der Feldweg bis Werther eigentlich unfahrbar :-(   An Werther vorbei sind wir über einen extrem steilen Anstieg auf Nordhausen zugeradelt.  Die hübsche kleine Altstadt von Nordhausen hat uns angenehm überrascht.  Nach der Mittagspause ging‘s entlang der B4 nach Krimmderode, hier zweigte unsere Route in ein schönes Tal nach Rüdigsdorf ab. Der dortige steile Anstieg war wohl zu viel für mein Rad ;-)  Der Umwerfer ließ sich nicht mehr schalten. 30 Minuten später war das Ganze mit etwas Improvisationsgeschick wieder funktionsfähig und der Harz konnte kommen :-) Im sehr beschaulichen Luftkurort Neustadt/ Harz stießen wir endlich auf den Harzrundweg. Danach ging‘s bergauf und bergab, mal auf einem kurzen Stück Radweg, meist aber auf Nebenstraßen durch eine wunderschöne hüglig bis bergige Landschaft bis nach Rottleberode. Hier bogen wir vom Harzrundweg ab, da wir uns Stolberg ansehen wollten und unsere erste Unterkunft dort gebucht hatten. Im schönen Tal der Thyra schlängelt sich die Landstraße stetig bergauf bis nach Stolberg. Der Ort ist ein hübsches kleines Fachwerkstädtchen. Das Schloss hoch über dem Ort haben wir ebenso besichtigt wie die schöne Altstadt.
Blick auf den Harz bei Hainrode
Tag1, Großberndten – Stolberg, 53 km
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Die Etappen:
Blick zur Hainleite
Blick nach Nordhausen
Landstraße bei Buchholz
Stolberg
Tag2, Stollberg - Wippra, 59 km
Von Stolberg radelten wir am Morgen im Tal der Thyra zurück nach Rottleberode und zum Harzrundweg. Diesem folgten wir auf einem Radweg entlang der Landstrasse bis Uftrungen. Auf kleinen Landstrassen ging‘s am Rand des Harzes über Breitungen nach Agnesdorf. Nach der steilen Abfahrt nach Questenberg strampelten wir von dort auf einem ziemlich schlechten Feldweg bergauf und dann hinunter nach Hainrode bzw. Großleinungen.  Weiter ging‘s erneut bergauf auf ruhiger, schöner Strecke bis Wettelrode. Hier haben wir das sehenswerte Bergbaumuseum Röhrigschacht besichtigt . Nach dem Mittagessen radelten wir dann auf einem Wirtschaftsweg 2 km steil bergauf. Lohn der mit Mühe:  eine wunderbare Aussicht auf Sangerhausen und die Spitzkegelhalde "Hohe Linde„. Auch der Kyffhäuser war in der Ferne zu erkennen. Auf Asphalt ging‘s danach Steil hinunter nach Obersdorf, dann nach Norden bis Grillenberg. Ab hier verläuft der Harzrundweg auf Waldwegen, für 10 km geht es im Wald fast nur bergauf. Nach einer kurzen Rast an einer nachgebauten Köhlerhütte folgten die letzten Höhenmeter für diesen Tag . Ab ca. 430 m über N.N. rollten wir die restlichen 5 km bis Wippra auf einer schönen Abfahrt durch den Wald nur noch bergab. Wippra ist ein kleiner verschlafener Ort am Randes des Harzes. Die Übernachtung im Hotel „Deutsches Haus“ war noch ok, im Fischerstübchen am Ortsrand kann man eine wirklich leckere Forelle essen ;-)
Harzrundweg bei Breitungen
Blick zum Röhrigschacht
Bergbaumuseum Röhrigschacht
Blick zur Spitzkegelhalde "Hohe Linde„
Blick über Wettelrode nach Süden
Harzrundweg bei Questenberg
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Tag3, Wippra - Quedlingburg, 59 km
Im Wippratal  radelten wir am morgen nach Rammelburg. Von hier ging‘s auf einem extrem schlechten Weg steil hinauf zum Rammelburgblick, der wirklich einen wunderbaren Blick auf die Rammelburg und das Wippratal bietet. Nach der Überquerung der B242 folgt eine extrem steile und fast unfahrbare Abfahrt durch den Wald ins Einetal. Für 11km bis Harkerode folgt der Harzrundweg dem idyllischen Tal der Eine. Die ersten 5 km bis Stangenrode sind Radfahren zum genießen, statt des steilen und schlecht zu fahrenden Weg bis Alterode sollte man eventuell die parallel verlaufende Landstraße wählen, auch der Feldweg von Harkerode nach Ulzigerode war nicht unbedingt fahrradtauglich. Hinter Ulzigerode haben wir über einen (steilen)  Feldweg  nach Neuplatendorf abgekürzt.
Nach 1,5 km auf der Landstraße tauchte beim linksabbiegen eine wunderschöne Turmwindmühle auf.  Danach ging‘s steil hinunter zur Burg Falkenstein. Zur Abwechslung mal auf Asphalt radelten wir in Meisdorf durch das Tal der Selke nach Ballenstedt. Nach der Einkehr beim Asiaten strampelten wir die lange steile Allee zum wunderschönen Schloss hinauf.  Und wieder ging es steil hinauf bis oberhalb von Rieder nach Gernrode. Dort fuhr uns die Selketalbahn vor die Linse ;-). Außerdem kann  man in Gernrode neben der Kuckucksuhrenmaufaktur eine riesige Kuckucksuhr bestaunen. Auch die wunderschöne Stiftskirche  haben wir uns angesehen, danach sind wir nach Quedlinburg hinunter gerollt.Hier haben wir natürlich die schöne Altstadt mit den vielen Fachwerkbauten besichtigt, den Münzenberg erklommen, ebenso den Schlossberg mit tollem Blick auf Quedlinburg. Das Museum der Klosterkirche St. Marien hatte leider zu, es war Montag  :-(Unsere Unterkunft im Hotel Maria Aurora mitten in Altstadt war super – klare Empfehlung!
Burg Falkenstein
Blick auf das Wippratal und die Rammelburg
Turmwindmühle  Endorf
Schloss Ballenstedt
Selketalbahn in Gernrode
Kuckucksuhr in Gernrode
Stiftskirche in Gernrode
Teufelsmauer
Quedlinburg, St. Nikolai
Quedlinburg, St. Servatius
Blick auf Quedlinburg
Quedlinburg, Rathaus
Quedlinburg, Marktplatz
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Tag4, Quedlinburg - Schierke , 60 km
Im Regen starteten wir in Quedlinburg und fuhren auf einem landschaftlich schönen Radweg (leider mit schlechter Oberfläche) bis Neinstedt. Oberhalb des Ortes hatten wir einen guten Blick auf die imposante Teufelsmauer. Thale hat uns eigentlich enttäuscht,  die Stadt hat so gar nichts gemeinsam  mit den schönen Fachwerkstädten im Harz. Einzig den Brunnen der Weisheit mit seinen tollen Figuren fanden wir sehenswert. Nach einem  steilen Stück folgte  ein schöner Weg im Tal bis Wienrode. Anschliesend ging‘s stetig bergauf durch den Wald bis zum Schloss Blankenburg, welches wir in diesem Moment überhaupt nicht wahrnahmen und so vorbei fuhren. Vom Schlossberg fuhren wir steil hinunter bis zum Markt mit dem schickem Rathaus. Um das Schloss doch noch zu besuchen, strampelten wir im Regen wieder steil hinauf  ;-) Das Schloss liegt hoch über dem Ort und wenn es nicht gerade regnet, wie bei uns, hat man eine tolle Sicht auf Blankenburg. Von dort ging es weiter zum Kloster Michaelstein. Auf höher liegenden Wirtschaftswegen erreichten wir Benzingerode. Nach einer  Pause an der schönen Dorfkirche radelten wir auf einem straßenbegleitendem Radweg bis Wernigerode. Leider war das Schloss vom Nebel verhüllt. Trotz Dauerregen begeisterte uns die wunderschöne Altstadt mit viel Fachwerk und natürlich das historische Rathaus.Ab Wernigerode verließen wir den Harzrundweg vorübergehend, um über Schierke zum Brocken zu fahren. Aufgrund des anhaltenden Regens haben wir die Route geändert und sind  bis Schierke auf der Landstraße gefahren, die Wald und Forstwege waren uns einfach zu aufgeweicht. Ab Wernigerode ging es über Drei Annen Hohne  es nur noch bergauf. Bis Schierke waren auf  16 km ca. 400 hm zu bewältigen – auch für Stefanie kein Problem ;-) Nur auf den Dauerregen hätten wir verzichten können.
an der Bode bei Neinstedt
Brunnen der Weisheit in Thale
Brunnen der Weisheit in Thale
Bad Blankenburg, Rathaus
Dorfkirche, Benzingerode
Wernigerode, historisches Rathaus
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Tag5, Schierke - Goslar, 45 km
Im Dauerregen sind wir in Schierke gestartet. Gleich am Ortsausgang beginnt die autofreie Brockenstraße. Sie brachte uns nach 10 km hinauf  zum Brocken auf 1150 m, besonders die letzten 3 km waren knackig. Weiter oben fuhren wir in den Wolken  - logischerweise keine Sicht und saukalt: 6 °C. Zum Glück hatten wir am Vortag in Wernigerode noch Handschuhe gekauft. Durch Regen und Wolken herrschte auf dem Gipfel  fast keine Sicht, an der Brockenbaude war vom Bahnhof nichts mehr zu sehen! Die Abfahrt auf dem extrem steilen ehemaligen Kolonnenenweg war extrem  anstrengend und schwierig für Mensch und Material. Kurz vor  der Egertalsperre wurden die Wege katastrophal bis unfahrbar. Wir sind  über die Staumauer gefahren und von dort  direkt nach Bad Harzburg. Auf den Umweg über Ilsenburg hatten wir im Dauerregen wenig Lust. Nach einer kilometerlangen teils steilen Abfahrt nach Bad Harzburg endlich Mittagspause und Aufwärmen beim Italiener. Von der Stadt haben wir im Dauerregen nicht allzuviel gesehen - schade eigentlich. Kurz nach dem Ortsrand waren wir wieder auf dem Harzrundweg und sofort ging‘s wieder steil hinauf. Auf mittelprächtigem Waldweg radelten wir bis Oker und wieder ging‘s teils steil hinauf am gleichnamigen Fluss entlang. Zum Schluss noch eine rasante Abfahrt ins Zentrum von Goslar mit seiner schönen Altstadt mit dem niedlichem Rathaus.
auf der Brockenstraße
1100 Höhe üNN :-)
auf dem Brocken
Egertalsperre
bei Goslar