460 km und fast 8.000 Höhenmeter auf dem Harzrundweg in 8 Tagen
Harzrundwegtour
Tour auf dem Harzrundweg in 8 Tagen im Mai 2014, Teil 2  
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Goslar, Kaiserpfalz
Tag6, Goslar - Osterode, 60 km
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Tag7, Osterode – Bad Sachsa, 56 km
Bei 6 °C und leichtem Nieselregen ging es zuerst zur Kaiserpfalz in Goslar. Die Führung hat sich echt gelohnt, ohne hätten wir vor den riesigen, beeindruckenden Wandgemälden ziemlich ratlos gestanden. Nach einer kurzen Tour durch die Innenstadt verließen wir Goßlar, erstes Ziel war die Innersttalsperre. Der Weg zur Staumauer führte steil hinauf. Trotz Wolken hatten wir eine beeindruckende Sicht auf die Talsperre. Durch den Wald ging es wieder zurück zum Harzrundweg, es wurde allmählich wärmer, immerhin 13 °C, nicht schlecht für Ende Mai  ;-)  Hinter Langelsheim fuhren wir zuerst lange bergauf, dann folgte eine hügelige Strecke parallel zu den Bergen. Kurz vor Seesen war eine steile Rampe zu bezwingen, danach folgte eine Schussfahrt ins Zentrum. In der verschlafenen Kleinstadt gönnten wir uns nach der ausgefallenen Mittagspause endlich die verdiente lange Kaffeepause. Danach wieder im Wald steil hinauf - was sonst? Vor Münchehof hätten wir uns unsere Mountainbikes gewünscht: Der Harzdundweg war hier gerade noch ein Trampelpfad. Es  folgte eine schöne wellige Strecke mit auf und ab über Gittelde bis Osterode.Die Unterkunft im Ortsteil Lasfelde ging so, dafür nette Leute und Grillbuffet – es war ja Himmelfahrt.
Am Morgen rollten wir zuerst hinab ins hübsche Zentrum von Osterode, dann wieder steil hinauf zurück zum Harzrundweg, der bis Herzberg nur selten durch den Wald führen sollte. Dafür ging’s auf Asphalt nach Schwiegershausen, nach einigen Kilometern im Tal folgt ein langer Anstieg und ebenso steile Abfahrt nach Herzberg. Dort thront ein imposantes Fachwerk-Welfenschloss hoch über der Stadt. Nach einer kurzen Pause mit leckerem Eis in der gemütlichen Kleinstadt führte uns die Route entlang der stark befahrenen B243, mal neben oder mal unter der Vierspurigen Straße nach Bad Lauterberg. Nach Mittag beim Chinesen sind wir noch durch die etwas enttäuschende Innenstadt geradelt. Am Ortsrand führt die Strecke steil bergauf vorbei am idyllisch gelegenen Wiesenbeker Teich im Wald bis auf 450 m. Nach 5 km auf der  schönen Abfahrt nach Steina radelten wir bis Tettenborn. Hier lohnt sich der 1,5 km lange Abstecher nach Süden Grenzlandmuseum in Tettenborn folgten. Allerdings ist die Strecke dorthin und zurück zur Route nicht ganz steigungsfrei. (Auf unsere Radwanderkarte weicht die eingezeichnete Route hier von der ausgeschilderten Streckenführung ab, laut Karte geht es direkt von Steina auf der K15 nach Bad Sachsa, die Ausschilderung folgt aber über Tettenborn!) Auch auf den letzten Kilometern bis Bad Sachsa warteten noch zwei kräftige Steigungen, der Ort selbst ist ganz nett, aber kein Vergleich mit Wernigerode oder Goslar.
Goslar, Kaiserpfalz
Goslar, Marktplatz
Harzrundweg bei Münchehof
Blick nach Stauffenburg
Innertalsperre
Harzrundweg bei Bornhausen
Anstieg im Wald bei Seesen
Harzrundweg bei Osterode
Harzrundweg bei Schwiegershausen
Schloss Herzberg
am Wiesenbeker Teich
Grenzlandmuseum Tettenborn
Blick zum Harz bei Tettenborn
Radweg bei Tettenborn
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Tag8, Bad Sachsa - Großberndten , 59 km
Bei strahlendem blauen Himmel ging's auf die letzte Etappe. Bis Walkenried verläuft die Route auf einem Radweg entlang einer Landstraße.  Nach Walkenried geht’s auf einer wenig befahrenen Landstraße weiter. Hier passiert man kurz vor Ellrich die ehemalige Grenze. Durch die hüglige abwechslungsreiche Landschaft radelten wir auf einem zum Radweg gewidmete mittelprächtigen Feldweg :-(  nach Appenrode. Im Ort geht es erst auf Kopfsteinpflaster steil bergauf und gleich wieder genauso steil hinunter. Auf der Landstraße nach Ilfeld wartete dann ein letzter längerer Anstieg. Hier verließen wir den Harzrundweg in Richtung Süden. Die Strecke bis Nordhausen war sehr verkehrsarm und führte immer leicht bergab :-)  Als wir und Niedersachswerfen näherten, sahen wir anfangs nur die riesige Felswand eines Steinbruchs direkt hinter dem Ort. Fast hatte man den Eindruck, der Steinbruch würde das Dorf verschlingen. Von Nordhausen sind wir diesmal der geplanten Route über Werther und Wolkramshausen gefolgt. Ab Wollersleben waren 200 Hm zu bewältigen: zuerst ging's  allmählich bergauf bis Hainrode, von hier dann steil hinauf auf 404 Meter. Die letzten 4 km unserer Tour holperten wir schließlich auf dem Feldweg bis Großberndten.
Stadttor in Ellrich
Furt bei Werna
Harzrundweg bei Werna
Pause vor Niedersachswerfen
Radweg vor Niedersachswerfen
Steinbruch bei Niedersachswerfen
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Fazit: Der Harzrundweg führt durch die wunderbare, abwechslungsreiche Landschaft am Rand des Harzes und auf der Route liegen viele sehr sehenswerte Städte. Die Strecke würde ich als hüglig bis bergig einstufen, mit guter Kondition und einer bergtaugliche Übersetzung aber kein Problem. Oberflächenmäßig ist von super Asphalt bis üblen Feld/ Waldwegen alles dabei, richtig schlechte Abschnitte sind zum Glück selten. Unseren Abstecher über den Brocken würde ich aber nur hart gesottenen Radfahren empfehlen: lange Steigungen von Wenigerode über Schierke zum Gipfel und eine für Reiseräder eher ungeeignete Abfahrt in Richtung Eckertalsperre.
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