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Radtour im Frühjahr 2011 über Main, -Saale u. Ilmradweg
Mainradweg
828 km u. 6.500 Höhenmeter in 12 Tagen: Mainradweg von Mainz nach Bayreuth, über Saale und Ilm nach Thüringen  
Die Streckenführung der Tour:
Den Mainradweg hatten wir uns schon lange vorgenommen und uns ebenso lange darauf gefreut. Ende April war es dann soweit, mit dem Zug bis nach Mainz und von dort den Mainradweg bis Bayreuth. Hier sind wir in Richtung Hof abgebogen, da wir zum Saaleradweg wollten. Zwischen Bayreuth und Hof lagen Ausläufer des Fichtelgebirges auf der Wegstrecke. Auch der Abschnitt des Saaleradweges von Schwarzenbach bis Saalfeld versprach jede Menge Höhenmeter ;-) Den unten dargestellten Track könnt ihr unter http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ukvzgjwutyfoyywo herunterladen.
Startpunkt unserer Tour war die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz. Die Zugfahrt von Erfurt bis Mainz war wieder einmal typisch Bahn AG: katastrophal. Erst hatte unser Zug 45 Min. Verspätung und endete dann in Frankfurt am Main/ Süd statt am Fernbahnhof Flughafen. Also ein mal umsteigen zusätzlich und das in 3 - 4 Min. Mit Rädern u. Gepäck macht das so richtig Spaß! Gegen Mittag in Mainz angekommen, sind wir nach durch die Altstadt geschlendert und haben den Mainzer Dom besichtigt - beeindruckend! Nach einem Essen beim Italiener folgte dann der eigentliche Start der Radtour auf dem Mainradweg. Über die riesige Rheinbrücke, in deren Mitte die Grenze zwischen Mainz u. Wiesbaden bzw. Rheinland-Pfalz u. Hessen liegt, ging es ein Stück am Rhein entlang zur Main-Mündung. Bis Frankfurt führt der Mainradweg meist am Fluss entlang und lässt sich recht angenehm fahren. Allerdings ist das Ballungsgebiet Rhein-Main jederzeit präsent: man passiert unzählige Autobahnen, Schnellstraßen, Bahnstrecken und natürlich den Flughafen. Mehrfach wird der Main überquert. Die Fußgängerbrücke bei Eddersheim ist aber definitiv nicht für Reiseradler geeignet: die Schienen sind sehr steil und viel zu dicht an der Mauer angebracht, so dass die Seitentaschen daran entlang scheuern :-( Wenn man auf der linken Mainseite auf Frankfurt zu radelt, hat man einen super Blick auf die Stadt mit ihren vielen Hochhäusern. Kurz vor der Maininsel sind Schiffe am Ufer festgemacht, die als Cafés und Kneipen dienen. Kaffee trinken auf dem Main war auch mal etwas anderes ;-)  In Frankfurt ist man nach Überquerung des Eisernen Stegs schon am Römerberg angelangt. Hier bietet sich dem Besucher das, was vom alten Frankfurt noch übrig ist bzw. wieder aufgebaut wurde. Nach Besichtigung des Kaiserdoms und der Suche nach dem Mainradweg ;-)  ging es weiter durch Offenbach am Main nach Hanau, dem ersten Etappenziel. Die Übernachtung im Hotel Römerhof würde ich nicht weiterempfehlen, die Zimmer waren heruntergekommen und das Frühstück gerade ausreichend -  und, sie war die teuerste der ganzen Tour!
Mainzer Dom
Mainz, Altstadt
Mainz, Rheinbrücke
Mainz, auf der Rheinbrücke nach Wiesbaden
Mainz und der Rhein
Mainmündung
Brücke bei Eddersheim
Mainzer Dom
Mainradweg bei Schwanheim
Frankfurt, Skyline
Frankfurt, Römerberg
Der Start bei angenehm, milden Temperaturen am nächsten Morgen war verheißungsvoll: blauer, wolkenloser Himmel begleitete uns am Main entlang nach Südosten. Bereits nach 5 km erster Stop in Steinheim. Der kleine Ort bietet einen wunderbaren historischen Ortskern und ein Schloss wie aus einem Märchen. Der Mainradweg ist hier, wie auf der gesamten Strecke, meist sehr gut ausgebaut, nur selten, wie kurz vor Seligenstadt, fährt man auf schmalen, gesplitteten Wegen. Die schmucke Stadt fasziniert mit vielen (Wehr-)türmen, der Einhardbasilika mit Ursprüngen aus dem 9. Jh. und der Benediktinerabtei mit Klostergarten!
Steinheim am Main
Schloss Steinheim
Bei Dettingen wechselten wir auf die rechte Mainseite und näherten uns immer direkt am Fluss radelnd einem der Höhepunkte an diesem Tag: Schloss Johannisburg in Aschaffenburg. Die 30 Höhenmeter hinauf zum Schloss lohnen sich: wir standen vor einer riesigen Schlossanlage aus Rotsandstein aus dem 17. Jh., noch beeindruckender war der Innenhof. Auf der Terrasse zum Main kann man preiswert Essen und hat einen fantastischen Blick auf das Maintal. Aschaffenburg selbst fanden wir nicht so toll, einzig die Stiftsbasilika ca. 400 m südöstlich vom Schloss war sehenswert.
Seligenstadt
Seligenstadt, Einhardbasilika
Seligenstadt, Benediktinerabtei
Mainradweg vor Seligenstadt
Mainradweg vor Aschaffenburg
Aschaffenburg, Johannisburg
Aschaffenburg, Stiftsbasilika
Mainradweg bei Laudenbach
Von unserer hoch gelegenen Unterkunft wieder hinunter zum Mainradweg nach Miltenberg. Der historische Ortskern mit vielen Fachwerkhäusern sieht toll aus! Nachdem uns der Mainradweg von Hanau bis Miltenberg eher nach Süden geführt hat, geht es ab hier wieder mehr in westliche Richtung. Wir radeln durch herrlich ruhige Natur, rechts der Odenwald und auf der anderen Seite roter Bundsandsteinfelsen oder Weinberge. An Freudenberg vorbei, durch Collenberg (die Burgruine Kollenburg thront hoch über dem Main) ging es durch dieses fantastische Stück Maintal mit viel Gegenwind nach Wertheim. Wieder erwartete uns eine kleine aber hübsche Altstadt mit toller Atmosphäre. Nach dem Mittagessen beim Italiener und kurzer Besichtigung der schönen Burg wieder zurück auf den Mainradweg, der uns hinter Wertheim wieder nach Norden führt. Ein Blick auf die Karte zeigt, welch riesige Schleifen der Main macht, bis Lohr fahren wir heute noch 35 km nach Norden, morgen die gleiche Distanz wieder nach Süden! Durch Markt Triefenstein radeln wir weiter, sehen unterwegs sehr viele lange Frachtschiffe, die langsamer sind als wir :-), erreichen bei km 62 das direkt am Main liegende Marktheidenfeld. Bei super Wetter tranken wir hier Kaffee direkt am Mainufer. Gestärkt nahmen wir die letzten 22 km nach Lohr am Main in Angriff, der Rest der Strecke war nicht weniger schön.
Miltenberg
Mainradweg hinter Bürgstadt
Mainradweg hinter Freudenberg
Main bei Dorfprozelten
Burg Wertheim
Wertheim
Mainradweg bei Markt Triefenstein
Mainradweg bei Neustadt am Main
An diesem Morgen sind wir sehr früh gestartet, da wir uns am Nachmittag noch Würzburg anschauen wollten. Bei frischer aber klarer Luft radelten wir an blühenden Obstbäumen vorbei nach Gemünden am Main, dessen beschaulichen Ortskern wir uns ansahen. Auf den folgenden 16 km bis nach Karlstadt kamen wir mit einem Reiseradler aus dem Rheinland ins Gespräch, der ebenfalls den Mainradweg fuhr - wir sollten uns noch öfter treffen. Auch Karlstadt ist sehr sehenswert, wie fast alle Kleinstädte am Main hat sie eine gut erhaltene historische Altstadt. In Karlstadt wechselt der Radweg die Mainseite und immer direkt am Main an etlichen Weinbergen vorbei erreichten wir bereits am Nachmittag Würzburg.
Mainradweg vor Gemünden
Blick auf Gemünden
Gemünden
Karlstadt
Auf Würzburg hatten wir uns schon gefreut und wir wurden nicht enttäuscht. Wir waren von den Menschenmassen auf der alten Mainbrücke etwas erschlagen, auch die Innenstadt war ähnlich bevölkert. Also schnell die Ferienwohung direkt am Mainufer gesucht, Gepäck abgeladen und hinauf zur Festung Marienberg. Die Fahrt nach oben war anstrengend, schon die Festung entschädigt aber für die Mühe: die Festungsanlage ist absolut beeindruckend! Um in den Innenhof zu gelangen, müssen die Tore von 3 Befestigungsringen durchquert werden. Außerdem hat man von hier oben einen wunderbaren Blick auf die Stadt und das Maintal. Was uns von oben auffiel: Würzburg hat sehr viele Kirchen und alle sehen ganz verschieden aus. Am Abend haben wir dann die jetzt etwas ruhigere Innenstadt angeschaut und spät Abends mit einem Glas Wein auf der Terrasse gesessen und den großartigen Blick auf die Festung Marienberg und den Main genossen. Würzburg hat sicher noch mehr zu bieten - z.B. die Residenz - man sollte nur etwas mehr Zeit einplanen.
Mainradweg vor Zellingen
Blick auf Würzburg
Blick auf Würzburg
Würzburg, Kiliansdom
Würzburg, Marienkapelle
Würzburg, altes Rathaus
Würzburg, Festung Marienberg
Würzburg, Blick über den Main auf die Festung Marienberg
Hinter Aschafffenburg folgt ein herrliches Stück Mainradweg. Vorbei an kleinen Seen und schönen Städten wie Großkotzenau oder Klingenberg werden die Berge links und rechts allmählich höher. Kein Wunder: westlich liegt der Speßart und östlich der Odenwald. Da wir erst gegen 19 Uhr in Miltenberg ankamen, fuhren wir gleich in unsere Unterkunft im benachbarten Bürgstadt. Die Pension des sehr netten älteren Besitzers lag oben auf dem Berg. Beim Abendessen auf der Terrasse hatten wir dafür eine tolle Aussicht auf die Berge, Miltenberg und das Maintal.
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Früh am Morgen frühstückten wir nach vergeblicher Suche nach einem Café bei einer Conditorei auf dem Marktplatz in der herrlichen Morgensonne. Danach ging es los in Richung Ochsenfuhrt. Das lauschige, bezaubernde Städtchen erreichten wir schon nach 20 km. Leider war gerade Markttag mit viel Trubel und vom eigentlichen Flair des Ortes mit seinen vielen Fachwerkhäusern war nicht so viel zu spüren und zu sehen. Weitere 15 km auf einem sehr schönen Teilstück des Mainradweges führten uns zur Mittagspause nach Kitzingen, einer hübschen Kleinstadt direkt am Main.  Hinter Dettelbach überquert der Radweg neben der B 22 den Main. Wer 800 m später rechts abbiegt, hat die seltene Gelegenheit, ein “modernes” Kloster zu besichtigen: die Abtei Münsterschwarzach. Die heutige Abteikirche wurde erst 1938 fertiggestellt, heute wird das Kloster von Benediktinern bewohnt und bewirtschaftet. Bei Volkach macht der Main noch einmal eine riesige Doppelschleife, wobei die zweite Schleife für die Schifffahrt durch den Mainkanal abgekürzt wird. Bei Obereisenheim setzten wir auf die andere Mainseite und erreichten schließlich unser heutiges Tagesziel, das kleine Dorf Wipfeld. Die Zimmer der dortigen Pension Weinlaube sind zwar einfach eingerichtet, aber das Frühstück war super und die Wirtin sehr nett.
Würzburg, Festung Marienberg
Ochsenfurt
Blick auf Abtei Münsterschwarzbach
Abtei Münsterschwarzbach
Mainfähre bei Obereisenheim
Blick auf Wipfeld
Mainkanal bei Volkach
Kitzingen
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Reiseberichte.com
Tag 1: Mainz - Haunau, 70 km
Tag 2: Haunau - Bürgstadt, 85 km
Tag 3: Bürgstadt - Lohr, 84 km
Tag 4: Lohr - Würzburg, 66 km
Tag 5: Würzburg - Wipfeld, 79 km