Die Zugfahrt nach Frankfurt am Main verlief problemlos . Die Strecke bis Mainz kannten wir noch gut von den Touren der vergangenen Jahre, z.B. Von unserer Main-Radweg-Tour im Jahr 2011. Vom Bahnhof in Frankfurt bis zum Main-Radweg war die Fahrt durch den Großstadtverkehr ziemlich stressig. Der Radweg am Ufer des Mains ist hingegen wunderbar zu befahren.  Später radelten wir entlang der Einflugscheiße des Frankfurter Flughafens vorbei an Raunheim - Flugzeuge im Minutentakt, was für ein Höllenlärm! Kurz nach der Mainmündung überquerten wir den Rhein auf der riesigen Brücke der B 40 von Wiesbaden und nach Mainz. Gleich auf den ersten Kilometern des Rhein-Radweges folgte eine ziemlich ätzende Wegführung nach Westen. Für 3 - 4 km ging  es durch ein Gewerbegebiet immer direkt an einer Bundesstraße entlang – hat wenig Spaß gemacht!  Ab Budenheim wurde es wieder wesentlich angenehmer und wir radelten meist sehr schön direkt am Rhein.  Ab hier tauchten im Rhein immer wieder langgezogene Inseln - sogenannte Auen - auf, die den Fluss teilen. In den schmaleren Nebenarmen kann man sehr gut Baden. Am Campingplatz in Bingen sind wir schon kurz nach 4 angekommen, der Platz liegt direkt am Rhein und ist ok.  Nur wird es leider besonders in den Abend- und Nachtstunden sehr laut. Dafür sorgt die Bundesstraße, die stark frequentierte Bahnlinie und die Schifffahrt auf dem Fluss.
Mosel-Saar-Allgäu
Die Streckenführung der Tour:
2277 km in 28 Tagen: Tour durch Süddeutschland im Sommer 2014, Teil 1
Main u. Frankfurts Skyline 
Tag 1:  Frankfurt am Main – Bingen,  73 km
Reiseberichte.com
2277 km in 28 Tagen: Tour durch Süddeutschland an Mosel, Saar, Allgäu, Isar...
Main-Radweg in der Einflugschneise des Flughafens Frankfurt
am Rhein bei Mainz
Pause am Rhein bei Kempten
Abtei St. Hildegard bei Rüdesheim
Rhein bei Rüdesheim
Campingplatz Bingen
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Tag 2:  Bingen - Koblenz ,  81 km
Viertel vor 9 ging's los. Nach nur 2 km erster Fotostopp an der Nahemündung bei Bingen - was für ein klasse Panorama! Auf den folgenden Kilometern am Rhein-Radweg bekamen wir unzählige Burgen auf den Felsen über dem Rhein zu Gesicht. Auch die einmalige Landschaft am Rhein, der sich immer wieder in großen Schleifen durch enge Schluchten windet, fasziniert. Das Mittelrheintal hat wohl die höchste Burgendichte Deutschlands u. gehört zu den schönsten Strecken, die wir jemals mit dem Rad gefahren sind. Nach 30 km hatten wie den bekanntesten Felsen am Rhein – die Loreley - direkt vor uns. Ehrlich gesagt, so beeindruckend fanden wir den Fels nicht.
Die riesigen Schleifen des Flusses machten viel mehr Eindruck auf uns. An schmucken Orten wie Bacharach führt der Radweg leider meist vorbei. Nach der Mittagspause beim Asiaten im beschaulichen Boppart und immer wieder beeindruckenden Rhein-Schleifen erreichten wir Koblenz, hier verließen wir den Rhein-Radweg. Die Mündung der Mosel am Deutschen Eck war natürlich ein Muss, das 37 m hohe Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. ist wirklich monumental! Mindestens 30 °C verlangten dann nach einer Siesta im Schatten direkt an der Mosel. Die Koblenzer Innenstadt hat uns nicht so umgehauen, einige richtig schöne Gebäude, der Rest na ja…  Beim Stadtteil Güls liegt der schöne Campingplatz “Gülser Moselbogen”, nur die Bundesstraße u. die Bahn waren akustisch allgegenwertig :-(
Niederwalddenkmal mit Germania bei Rüdesheim
Nahemündung in Bingen
Rheinradweg bei Trechtingshausen
Rhein bei Rheindiebach
Burg Pfalzgrafenstein bei Korb
Loreleyfelsen
Burg Katz
Schönburg bei Oberwesel
Campingplatz Gülser Moselbogen
Rheinschleife bei Oberwesel
Rheinradweg bei Hirzenach
Marksburg
Rhens
Festung Ehrenbreitenstein in Koblenz
Moselmündung am Deutschen Eck in Koblenz
Mosel bei Metternich
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Tag3: Koblenz - Reil,  97 km
Früh aufgestanden, 08:30 ging's los. Bis Winningen führte der Mosel-Radweg direkt an der B416 entlang. Dann ging's bis Kobern mitten durch Weinberge und es war angenehmer zu fahren.  Auf der Route lagen viele kleine nette Orte wie Kobern oder Brodenbach, die Berge im Moseltal waren hier nicht mehr so hoch. Hinter Kattenes wechselten wir die Flussseite, dabei bot sich ein schöner Blick auf die Burg Thurant. Jetzt hier radelten wir wieder auf einem Radweg direkt an der B49 :-(  bis Treis, wo wir erneut die Seite wechselten (Radweg war links nicht ausgebaut) und fuhren bis Cochem erneut an der stark befahrener B49.
Die wunderschöne Reichsburg, die hoch über Cochem thront, war schon von Weitem zu sehen. Nach dem Mittag bei einem lustigen Italiener noch durch die schöne Altstadt geschlendert, viele Touristen u. die passenden Läden ;-) In Cochem wechselt der Mosel-Radweg wieder auf die linke Flussseite und wir radelten auf einem sehr schönen neuen Radweg über Valvig bis nach Beilstein: klein aber niedlich und x-mal so viele Touristen wie Einwohner :-)  In Alf dann der erste kurze Platzregen der Tour. Auf der 180° Schleife um Barl ging es dann zu ersten mal hoch über die Mosel (40 Höhenmeter) Ab Kaimt  folgte eine sehr schöne  Strecke durch Weinberge bis Reil.
Moselradweg bei Winningen
Moselradweg bei Kattenes
Burg Thurant
Hatzenport
Moselradweg bei Karden
Mosel bei Treis
Tag 6, Trier - Siersburg, 76 km
Bei Sonnenschein ging's 09:30 los, das Keisers Hotel Garni in Trier war super und wir waren gut erholt. Nach 5 km verließen wir bei Konz den Mosel-Radweg u. bogen an der Saarmündung auf den Saar-Radweg ab. Der Fluss ist viel schmaler als die Mosel und das Saartal lieblicher. Bald erreichten wir das beschauliche Saarburg, steil ging es hinauf in die nette Innenstadt mit einem tollen Wasserfall und Wasserrädern an der Lenk. Auf dem sehr schön zu fahrenden, meist ruhigen Radweg an der Saar passierten wir eine der vielen riesigen Schleusen. Vor Mettlach  dann eine längere Bergaufpassage im Wald, Mittagspause beim Italiener in Mettlach, kurz darauf erreichten wir die “Große Saarschleife”. Wir haben die Räder abgestellt u. ein halbstündiger Fußmarsch brachte uns ca. 200 Höhenmeter hinauf zum Aussichtspunkt Cloef. Der Blick auf die Saarschleife war atemberaubend! Den gleichen Weg zu Fuß wieder bergab und weiter ging's nach Merzig. Kaffeepause in der quirligen Innenstadt, die man aber nicht unbedingt gesehen haben muss. Zurück über die Brücke zum Fluss folgten dem Saar-Radweg 6 km direkt neben der A8 :-(  Ab der Abbiegung ins schöne Niedtal nach Siersburg wurde es dann schlagartig ruhig. Ankunft gegen 18:00 auf dem schön und vor allem ruhig gelegenen Campingplatz, der wie im Dornröschenschlaf wirkte.
Mosel nahe der Saarmündung bei Konz
Saar-Radweg bei Biebelhausen
Saar-Radweg bei Saarburg
Saarburg
Saarschleuse bei Hamm
Steinbruch bei Taben-Rodt
Saarschleife bei Taben-Rodt
Aufstieg zum Aussichtspunkt Cloef
Große Saarschleife
Campingplatz Siersburg
Cochem
Rechsburg Cochem
Beilstein und Burg Metternich
Moselschleife bei Bremm
Moselradweg bei Merl
Moselradweg bei Pünderich
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Tag 4: Reil - Trier,  104 km
Nach Frühstück in der sehr schönen Penson “Haus Karina” in Reil starteten wir gegen 9 Uhr - heute mal mit straffem Gegenwind :-(  Das  Städtchen Traben-Trarbach war zwar im Bikeline für den Mosel-Radweg vielversprechend beschrieben, wir waren eher enttäuscht . Immer wieder die Seite wechselnd (um nicht an der Bundesstraße fahren zu müssen) folgten wir den großen Schleifen der Mosel. Vor Wehlen ging's dann mal längere Zeit bergauf, um später lange nach Bernkastel-Kues hinab zu rollen. Bernkastel selbst ist wirklich schmuck, schöner Marktplatz mit niedlichem Rathaus - nur viel zu viele Menschen ;-)  Nach Nudeln beim Italiener - wo sonst - hatten wir noch fast 70 km vor uns! Ab hier begleitete uns immer wieder leichter Nieselregen, zum Glück reichte es, nur die Regenjacken anzuziehen. Rechtsseitig ging's weiter in riesigen Schleifen, teils inmitten von Weinbergen. Bei Leiwen und Detzem folgten wir der nächsten großen Moselschleife. Die Villa Rustica in Mehring lag uns zu weit oben, schade :-(  Kurze Pause im Eiscafé in Riol direkt am Mosel-Radweg:  noch 25 km ;-)  Ab Schweich sind wir links der Mosel geblieben, die Strecke war kürzer aber auch zum Abgewöhnen: direkt und parallel zur Autobahn und Landstraße! Kurz vor Trier fing es wieder stärker an zu regnen, also Übernachtung im Hotel. Noch fix eingekauft und gegen 18:30 nach 104 km endlich Ankunft im Hotel :-)
Moseltal bei Kovenig
Sonnenuhr bei Ürzig
Bernkastel-Kues
Mosel-Radweg bei Minheim
Mosel bei Minheim
Altes Fährhaus bei Schweich
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Tag 5, Trier Sieghtseeing, 28 km
Blick auf Porta-Nigra aus der Simeonstraße
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Schon 09:30 sind wir im Zentrum gewesen, um Tickets für die Stadtführung zu kaufen. Diese dauerte 2 Stunden und hat uns gut gefallen. Der beeindruckende Dom mit der wunderschönen Liebfrauenkirche daneben lag ebenso auf der Route wie die Konstantinbasilika, das kurfürstliche Palais, das Drei-Königs-Haus, der Markt, die Kaiserthermen, der Simeon-Stiftplatz und natürlich das Wahrzeichen von Trier, die Porta Nigra. Anschließend gingen wir selbst auf Entdeckungsreise: 2,5 h im Rheinischen Landesmuseum mit einer tollen Sonderausstellung “Der Traum von Rom“ und der Dauerausstellung zur Geschichte Triers mit dem Goldschatz und unzähligen Exponaten aus allen Epochen. Auch Dom und Liebfrauenkirche sahen wir uns von innen an: der Dom - riesig und von allen Epochen geprägt, die Kirche - kleiner aber innen schöner, da schlichter. Das Amphitheater haben wir nur von außen betrachtet, 3 € für die ausgegrabenen Ruinen waren uns zu viel. Den Aussichtspunkt auf dem Petriberg haben wir mit den Rädern auch noch erklommen und wurden mit einer fantastischen Aussicht auf Trier und das Moseltal belohnt. Den Tag ließen wir beim Italiener neben dem Hotel ausklingen. Nach heißem Wetter kam beim Essen dann richtig viel Nass von oben herunter, im Umland teils mit heftigen Unwettern - gut das wir im Hotel und nicht auf dem Campingplatz waren ;-)
Hauptmarkt mit Kirche St. Gangloff
Blick auf Trier
Kaiserthermen
Domkirche St. Peter
Trierer Dom und Liebfrauenkirche
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Zum ersten Mal hatten wir 4 Wochen Zeit für unsere Radtour im Sommer. Startpunkt war wieder Frankfurt am Main, von hier ging‘s am Main entlang bis Mainz. Von dort folgten wir dem Rhein im wunderschönen mittleren Rheintal bis Koblenz. Entlang der vielen großen Schleifen der Mosel radelten bis Trier, für das wir uns einen Tag Zeit nahmen. Im tief eingeschnittenen Moseltal fuhren wir bis zur Saarmündung in Konz und ab hier weiter auf dem Saar-Radweg bis Sarreguemines (Saargemünd) in Frankreich. Das Saartal zeigt sehr verschiedene Facetten: landschaftlich reizvoll am Anfang, Industrie und viel Vekehr bei Saarbrücken und später wieder sehr romantisch. Dem Saarland- Radweg folgten wir nach Norden entlang der Blies bis Blieskastel, von hier auf der teilweise ziemlich bergigen Rheinland-Pfalz-Route bis zum Rhein bei Lauterbourg. Auf dem Rheinradweg radelten wir ein Stück bis Speyer, bogen dort ab auf den Paneuroparadweg zum Neckar nach Heidelberg. Für 2,5 Tage begleitete uns das landschaftlich meist wunderschöne Tal des Neckar bis Waiblingen, wo wir einen Tag Pause einlegten und uns Stuttgart ansahen. Wieder zurück am Neckar ging‘s  über Tübingen bis Rothenburg. Hier verließen wir den Neckar auf dem Hohenzollern-Radweg. Die Strecke über die Schwäbische Alp wurde richtig bergig, hinter Tuttlingen rollten wir von der Alb hinunter zum Bodensee. An dessen Nordufer entlang fuhren wir bis Lindau und folgten von dort dem Königssee-Bodensee-Radweg. Dieser war naturgemäß sehr steigungsreich, entschädigte dafür aber mit der phantastischen Voralpenlandschaft. Ab Bad Tölz radelten wir entlang der Isar über München bis zur Mündung in die Donau bei Deggendorf. Auf dem Donauradweg erreichten wir Regensburg, von wo aus wir dem Fünf-Flüsse-Radweg bis Nürnberg folgten. Weiter ging‘s an Pegnitz, Regnitz bzw. Main-Donau-Kanal über Erlangen bis nach Bamberg. Auf dem Rodach-Itzgrund-Radweg radelten wir bis Seßlach. Dann ging‘s ein Stück auf dem Burgen-Radweg bis Bad Colberg und über Bad Rodach nach Veilsdorf, wo wir die Werra querten. Über Heubach und Neustadt strampelten wir hoch zum Rennsteig. Ab Allzunah brachte uns der Ilm-Radwanderweg über Ilmenau nach Hause in Bad Berka. Den unten dargestellten Track könnt ihr unter http://www.gpsies.com/map.do?fileId=sspitceglacvpvpc herunterladen.