Unsere vierte 3-wöchige Sommer-Radtour führte uns 2012 diesmal durch Süd- und Westdeutschland. Startpunkt war Frankfurt am Main, von hier ging‘s am Main bis Mainz. Für die nächsten 530 km folgten wir dem Rheinradweg nach Süden bis Waldshut, von wo aus wir entlang der Wutach über den Schwarzwald nach Donaueschingen radelten und fleißig Höhenmeter sammelten. Von der Donauquelle fuhren wir auf dem Donauradweg bis Regensburg und machten dort kehrt zurück nach zu Mündung der Altmühl in Kehlheim. Dem wunderbaren Altmühltal folgten wir flussaufwärts bis Rothenburg ob der Tauber. Im lieblichen Taubertal blieben wir bis Bieberehren, hier bogen wir auf den Gaubahnradweg zum Main bei Ochsenfurt ab. Der Main war bis kurz vor Schweinfurt unser Begleiter, hier verließen wir den Mainradweg und folgten der Radroute Main-Werra nach Norden. Ab Obermaßfeld an der Werra ging‘s auf dem Haseltalradweg bis Suhl und von dort über den Rennsteig zum Ilmradweg, der uns bis nach Hause führte. Das landschaftlich abwechslungsreiche Rheintal bot jede Menge Abwechslung: schöne Städte wie Worms, Speyer oder Strasbourg auf der einen Seite, ruhige, idyllische Auenlandschaften auf der anderen. Die Überquerung des Schwarzwaldes an der Wutach war die erste konditionelle Herausforderung der Tour. An der Donau haben uns besonders der erste Tage beeindruckt, und natürlich der Donaudurchbruch bei Kehlheim! Regensburg hat uns ebenso begeistert wie das landschaftlich wunderschöne Altmühltal. Auf dem Rückweg nach Thüringen hat uns der Abschnitt an der fränkischen Saale sehr gut gefallen. Die Überquerung des Rennsteigs war dann ein anstrengender aber wunderbarer Abschluss der Tour.
1726 km in 23 Tagen: Über  Rhein, Wutach, Donau, Altmühl, Tauber, Gaubahnradweg, Main, Main-Werra-Radweg und Ilm im Sommer 2012, Teil 1
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Zu unserem Startpunkt in Frankfurt/Main sind wir mit der Bahn angereist. Dieses Mal gab es kaum Probleme, wir waren fast pünktlich :-)  Nach dem wir aus dem Zugfenster von Thüringen bis Fulda dem Regen zu sehen durften, war es am Bahnhof Frankfurt-Süd nur noch bewölkt. Nach 10 min. hatten wir den Mainradweg erreicht und nach einem kurzen Blick auf die beeindruckende Skyline ging es mit Rückenwind in Richtung Mainz. Einige Kilometer später hatten wir Flughafeneinflugschneise und Industriegebiete hinter uns gelassen. Nach der Mittagspause im Mönchhof in Eddersheim hatten wir dann hinter Flörsheim den ersten Platten der Tour, juhu ;-)  Kurz vor Mainz sind wir zum Rhein abgebogen und auf der rechten Rheinseite auf gut ausgebauten Radwegen über Geinsheim und Stockstadt zum Campingplatz bei Biebesheim geradelt. Der Zeltplatz liegt sehr ruhig direkt am Rhein, einziger Nachteil: es gibt keinen Strom.
Rhein, Donau, Altmühl
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Tag 1, Frankfurt Süd - Biebesheim, 87 km
Rheinradweg bei Biebesheim
Frankfurt am Main
Campingplatz bei Biebesheim
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Von der Sonne geweckt sind wir mit guter Laune aufgestanden. Zum Frühstück hatten wir sogar Tisch und Stühle zur Verfügung :-)  Worms war unser erstes Ziel. Bei Gernsheim haben wir mit der Fähre übergesetzt.  Bis Hamm radelten wir auf einer Landstraße, danach auf einem Radweg. Kurz vor Worms hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die Liebfrauenkirche. Angekommen in Worms bestaunten wir zuerst das riesige Lutherdenkmal. Der geschichtsträchtige Wormser Dom mit seinem prunkvollen Altar und Chorgestühl war natürlich ein Muss. Nach der Mittagspause beim Italiener ging es weiter. Immerhin hatten wir noch 50 km vor uns. Auf super Asphalt erreichten wir Ludwigshafen mit seinen riesigen Industrieanlagen. Von der Rheinbrücke nach Mannheim hat man einen tollen Blick auf beide Städte. Mannheims Innenstadt mit ihrem gitterförmigen Straßennetz hat uns nicht so gefallen, das Schloss und der angrenzende Schlossgarten schon eher. Bei Casterfeld sind wir mit der Fähre nach Altrip übergesetzt. Wie jedes Mal hat man dabei eine super Aussicht auf den Rhein, hier kam noch der Blick auf den riesigen Kraftwerksneubau hinzu. Die  letzten Kilometer bis zum Campingplatz Otterstadt rollte es prima und so erreichten wir unser Ziel schon 18:00 Uhr. Der Zeltplatz liegt sehr schön an einem Seitenarm des Rheins. Nach dem Zeltaufbau waren wir noch Essen beim gemütlichen Italiener im Ort, den können wir auf jeden Fall weiter empfehlen.
Rheinradweg bei Rheindürkheim
Worms, Lutherdenkmal
Wormser Dom
Rhein bei Bobenheim
Blick von der Rheinbrück bei Ludwigshafen
Rheinbrück, Blick auf Mannheim
Mannheim, Innenstadt
Mannheim, Schloß
Blick auf Ludwigshafen u. Mannheim
Kraftwerksneubau bei Altrip
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Tag 3, Otterstadt - Karlsruhe, 77 km
Nach einer kühlen Nacht starteten wir bei strahlendem Sonnenschein ins gerade mal 8 km entfernte Speyer. Schon von weitem erhebt sich die Silhouette des Doms am Rhein. Die Stadt hat uns überrascht: eine sehr schöne historische Altstadt, belebt und trotzdem beschaulich. Der Kaiser-Dom ist riesig und beeindruckend, auch von innen. Eigentlich wollten wir noch ins Technikmuseum, aber mal eben 42  € zahlen war uns es nicht wert, denn mehr als  1h Zeit hatten wir nicht. Also weiter am Rhein entlang zur Fähre nach Rheinhausen. Dummerweise verkehrt diese nur am Wochenende – ein Schild am Radweg wäre irgendwie sinnvoll :-(  Also mussten wir wenden und doch auf der linken Rheinseite über Mechtersheim nach Germersheim radeln. Hier überquerten wir an der B 35 den Rhein. Das folgende Stück war ein Genuss, immer wieder führt die Strecke an kleinen Seen, durch Wälder oder direkt am Rheinufer entlang. In Karlsruhe suchten wir uns ein kleines Hotel in Zentrumsnähe, denn der Campingplatz lag weit außerhalb der Stadt. Karlsruhe ist eine sehr quirlige Stadt, architektonisch ein Mix aus Historie und Bausünden der 60er u. 70er Jahre. Das Schloss haben wir uns angesehen und im Schlosspark dem bunten Treiben zu gesehen: Musiker, Jongleure oder Sport Treibende – alles war hier vertreten. Schließlich konnten wir noch dem Start eines Heißluftballons zu sehen.
Blick auf Speyer
Speyer, im Dom
Speyer
Speyer
Technik-Museum Speyer
Rheinradweg bei Russheim
Rheinradweg bei Leimersheim
Rhein bei Leimersheim
Karlsruhe, Schlosspark
Karlsruhe, Schloss
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Tag 4, Karlsruhe - Gambsheim (Frankreich), 80 km
Durch die Stadt am Morgen bis zum Rhein lief es super: viel Grün und gemütliche Parks abseits des Großstadtverkehrs. Anschließend radelten wir durch stille Auen an ruhig gelegenen Seen und zeitweise direkt am Rhein entlang. Bis zum Mittag hatten wir bereits die Hälfte geschafft. Mittagspause direkt neben einer Doppelschleuse bei Ibisheim: ein gigantisches Bauwerk! Von netten einheimischen Radfahrern bekamen wir noch Tipps für die folgende Strecke in Richtung Süden. Weiter ging‘s nun direkt am Rhein, mal hinter oder mal auf dem Deich. Linker Hand hatten wir immer die Höhenzüge der Pfalz im Blick. Auf dem Deich zu fahren ist phasenweise langweilig und anstrengend: es geht fast immer gerade aus und der Radweg ist mit feinem Kies bedeckt ist, was viel Kraft kostet. Erstaunt hat uns, dass auf fast auf der gesamten bisher gefahrenen Strecke Kanäle und kleine Seen den Rhein säumen. An diesen entlang zu fahren ist eine schöne Abwechslung und landschaftlich ein Genuss.Heute sind wir auch durch erstaunlich wenige Ortschaften geradelt, meist führte der Radweg daran vorbei. In Rheinau haben wir schnell noch für’s Abendbrot eingekauft und dann die letzten Kilometer über die stark befahrene Rheinbrücke nach Gambsheim in Frankreich abgespult. Der Campingplatz erwies sich als echter Glückstreffer:  die Aufnahme war nett und freundlich, der Platz fast leer, sehr ruhig gelegen und auch noch günstig!
Rheinradweg bei Eichesheim
Altrhein bei Ottersdorf
Pause bei Wintersdorf
Rheinbrücke bei Iffezheim
Campingplatz in Gambsheim (Frankreich)
Rheinradweg bei Söllingen
Rhein bei Söllingen
Staustufe Iffezheim
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Tag 5,   Gambesheim - Rihnau (Frankreich), 75 km
Nach einer interessanten Unterhaltung mit einem Schweizer Radfahrer, der in der Gegenrichtung unterwegs war, starteten wir gegen 10:00. Unser erstes Ziel war Strasbourg. Bis dahin waren es knapp 20 km, leider führte als unser Weg zu Beginn an einer stark befahrenen Straße entlang, zwar gab es einen Fahrradstreifen, stressig war es trotzdem. Danach wurde es richtig schön:  durch Wälder und an Seen entlang erreichten wir ohne es zu merken die Großstadt. Immer an einem Kanal entlang gelangten wir direkt bis ins Zentrum ohne Stress und Hektik. Staunend standen wir vor der Kathedrale, die beeindruckend, schön und riesengroß war. Um uns herum jede Menge Touristen und ein Souvenirstand am anderen - was für ein Kontrastprogramm zu den letzten Tagen! Nach der Mittagspause machten wir uns auf die letzten 40 km. Es war drückend heiß und nach der Rheinüberquerung kam uns die Abkühlung an einem Wasserspiel am Rheinufer in Kehl wie gerufen. Die Abfahrt von der Brücke hinunter zum Rheinufer hat es in sich, wer enge Kehren mit dem beladenen Rad nicht mag, sollte lieber schieben. Der Rest der Tagesstrecke war schön und anstrengend zugleich: erst an idyllischen Nebenarmen und Seen vorbei, die letzten Kilometer bis zur Rheinfähre nach Rhinau in Frankreich wieder auf dem schier endlosen Deich des Rheins. Die Fähre war übrigens kostenlos (!)  Gegen 19:30 Uhr kamen wir auf dem Zeltplatz an. Der Empfang in Frankreich war nett wie am Vortag, der Platz etwas voller aber schön gelegen und mit einer Bademöglichkeit.
Strasbourg
Kanal in Strasbourg
Strasbourg, Cathédrale Notre-Dame
Rhein bei Kelheim
Rhein bei Neuried
Rheinradweg bei Neuried
Rheinradweg bei Ichenheim
Rhein bei Rhinau
Campingplatz in Rhinau (Frankreich)
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Tag 6,  Rihnau - Neuenburg am Rhein, 81 km
Zum Frühstück gab es natürlich Baguette ;-)  Schon am morgen war es sehr warm, unser erstes Ziel hieß Breisach am Rhein und war noch ganze 45 km entfernt. Auf einem schönen ruhigen Radweg, teilweise an kleinen Biotopen vorbei, erreichten wir gegen 14 Uhr erschöpft und verschwitzt Breisach. Nach lecker Essen beim Italiener ging’s weiter zum Münster und dieses lag mal wieder auf dem Berg hoch oben über der Stadt, wo sonst ;-) Der Blick von hier oben auf die Rheinebene war klasse! Die Stadt selbst ist klein aber schön anzusehen. Kurz nach Breisgau gab es dann einen lauten Knall und beim Rad meiner Frau war der Reifen und Schlauch am Hinterrad geplatzt. Also zum Radladen und wieder zurück gefahren, Reifen gewechselt  und dann konnten wir so gegen 17 Uhr unsere letzten 26 km in Angriff nehmen. Ziemlich fertig aber zufrieden erreichten wir 20 Uhr den schicken Campingplatz in Neuenburg. Der hatte nur einen Haken und der hieß A5 in 600 m Entfernung. Gute Nacht!
Altrhein bei Rust
Rhein bei Sasbach am Kaiserstuhl
Blick auf Breisach am Rhein
Breisach am Rhein, Münster
Rhein bei Weil am Rhein
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Tag 7,  Neuenburg am Rhein - Bad Säckingen, 77 km
Nach einer unruhigen Nacht (die A 5 war nicht zu überhören wir hatten alle zu tun, überhaupt etwas zu schlafen), sind wir bereits 6:30 aufgestanden. Unser erstes Ziel war das 33 km entfernte Basel. Wir rollten auf Schotterwegen, teilweise im Wald aber immer neben der A 5 bis Weil am Rhein. Dort überquerten wir den Rhein und schon waren wir in Basel. Mir hat die Stadt mit ihrem Mix aus alt und neu gut gefallen war, meine Frau fand Basel nicht so toll. Angesehen haben wir uns die Altstadt mit dem schicken roten Rathaus und das Baseler Münster sowie die historische (mittlere) Rheinbrücke. Bis Rheinfelden (sehr schöne Altstadt!) fuhren wir weiter auf der deutschen Rheinseite. Dort wechselten wir wieder auf das linke Rheinufer, um nicht an der B 34 entlang fahren zu müssen. Leider war der Radweg auf Schweizer Seite extrem schlecht ausgebaut, so dass wir die schöne Streckenführung im Wald oberhalb des Rheins kaum genießen konnten. In Bad Säckingen überquerten wir den Rhein auf einer historischen überdachten Holzbrücke, von der man einen tollen Blick auf die Stadt und das Münster hat.  Da für die Nacht Regen und Gewitter vorhergesagt waren, suchten wir uns ein Hotel und nutzen die Gelegenheit zum Sachen auswaschen ;-)
Blick auf Basel
Basel, Rathaus
Rheinfelden
Rheinradweg bei Riburg
Rhein bei Bad Säckingen
Säckingen, St. Fridolinsmünster
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1726 km in 23 Tagen: Radtour im Sommer 2012 über Rhein, Wutach, Donau, Altmühl, Tauber und Main
Reiseberichte.com
Tag 2, Biebesheim - Otterstadt, 76 km
Start in Frankfurt am Main
Die Etappen:
Den unten dargestellten Track könnt ihr unter hier: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=wzoackmumenqytyc  herunterladen.
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