720 km in 11 Tagen: Radtour über Ostern 2012 über den Vulkan-, Fulda-, Werra-, Unstrut-, Saale-,  und Ilmradweg
Vulkanradweg, Fulda, Werra, Unstrut, Saale, Ilm
Tour über den Vulkan-, Fulda-, Werra-, Unstrut-, Saale-,  und Ilmradweg, Teil 1  
Über Ostern 2012 sind wir 11 Tage mit dem Rad unterwegs gewesen. Start war in Frankfurt/ Main. Von dort ging es auf dem Vulkanradweg nach Fulda. Ab hier folgten wir dem Fuldaradweg bis Hann. Münden. Danach ein Stück entlang der Werra bis Heldra, von hier über den Werra-Unstrut-Radweg nach Mühlhausen, weiter auf dem Unstrutradweg bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg. Über die Saale und Ilm ging es schließlich nach Hause nach Bad Berka. Die Tour hätte abwechslungsreicher kaum sein können: ob Vogelsbergregion, Fuldatal, Werratal, Hainich oder Unstrut - herrliche Landschaft, mal bergig, mal hügelig oder flach. Auch das Wetter hat fast die gesamte Bandbreite geboten: Regen, leichter Schneefall, viel Wind aber auch Sonne und Temperaturen von knapp über 0°  bis 19° C. Den unten dargestellten Track könnt ihr unter http://www.gpsies.com/map.do?fileId=pzuzmsfwimiayrwf herunterladen.
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Mit der Bahn ging es nach Frankfurt/ Main, von hier ca. 15 km am Main entlang bis nach Rumpenheim. Von hier auf dem Hessischen Radfernweg R4 in Richtung Niederdorfelden und es wurde auch gleich richtig hügelig ;-)  2 km vor dem Ort sind wir nach Osten auf die Hohe Straße abgebogen, um möglichst wenig Verkehr und kaum Ortsdurchfahren zu haben. Dieser herrliche Höhenweg mit toller Aussicht führt fast bis hinunter nach Windecken. Am Ortsausgang strampelten wir wieder kräftig bergauf, nach einer rasanten Bergabfahrt wurde das Höhenprofil dann flacher. Erst hinter Altenstadt gewannen wir wieder ganz behutsam an Höhe, wir fuhren im Tal der Nidder flußaufwärts und kamen erschöpft aber begeistert in unserer Pension in Ortenberg an. Ergänzung zum Thema Navigation: Das sollte die erste Tour mit einem nagelneue Montana 650 (450 €!) von Garmin sein, in den vergangenen 5 Jahren nutzten wir ein Etrex Vista Cx vom gleichen Hersteller und hatten uns an Outdoornavigation sehr gewöhnt. Um so entäuschter und entsetzter war ich, als am Ende dieses ersten Tages das Navi mit der Fehlermeldung “Speicher voll” komplett austieg. Der gleichen ist uns mit dem Etrex nie passiert  :-((  Als hätte ich es geahnt, hatte ich am Abend vorher noch ein Liste der Orte, die auf der Route liegen, angelegt. Ohne hätten wir ziemlich ratlos dagestanden. So mussten wir dann unterwegs mehrere Karten kaufen und uns unterwegs ab und an mit miserabler Ausschilderung “beschäftigen”. Außerdem fehlt jetzt natürlich ein aufgezeichneter Track der gesamten Tour - Danke Garmin!
Frankurt am Main
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Bei frischen 7,5 °C ging es weiter auf der alten Bahntrasse im schönen Niddertal. In Gedern ein kurzer Blick auf das imposante Schloß, beim Verlassen der Ortschaft stoppte uns ein defektes Pedal an meinem Rad. Zum Glück gab es in Gedern einen freundlichen Radhändler. Mit neuen Pedalen ging es nach Mittag beim Italiener weiter in Richtung Hartmannshain.   Gleich hinter Gedern schraubt sich der Radweg fast 100 Höhenmeter nach oben, danach ist die Steigung aber sehr moderat, da man wieder auf der ehemaligen Bahntrasse fährt. Die Landschaft ist abwechslungsreich und hügelig. 3 km vor Hartmannshain passierten wir den höchsten Punkt auf dem Vulkanradweg: 540 m.  Da es nicht wärmer wurde, sind wir bis Lauterbach durchgeradelt. Herbstein läßt man links liegen und passiert 5 km vor Lauterbach das links auf einer Anhöhe liegende, romantisch wirkende Schloß Eisenbach. Lauterbach selbst hat uns gut gefallen: viel Fachwerk, eine Burg und eine nette Innenstadt.
Bei unglaublichen 3 °C starteten wir am Morgen des dritten Tages in Richtung Bad Salzschlirf. Die Strecke ist leicht hügelig und sehr schön zu fahren.  In der bekannte Kurstadt Bad Salzschlirf haben wir den Vulkanradweg verlassen und sind in Richtung Fulda weitergefahren. Dort sollte man sich auf jeden Fall den barocken Dom ansehen. Das ebenfalls barocke Adelspalais ist auf dem Weg in die Altstadt nicht zu übersehen. Auch die Altstadt selbt ist durchaus sehenswert. Schloß und Orangerie haben wir aufgrund der niedrigen Temparaturen ausgelassen, vielleicht beim nächsten mal ;-) Dem Fuldaradweg folgten wir nach Norden und erreichten über Kämmerzell uns heutiges Ziel: Pfordt. Froh waren wir alle, dass wir beim max. 5 °C bereits 15:30 Uhr am Ziel waren.    
Auch dieser Morgen war mit 4,5 °C nicht gerade warm, wenigstens schien die Sonne, als wir los fuhren. Die ersten 30 km bis Bad Hersfeld waren sehr entspannt, nur Asphalt und keine Steigungen. Lediglich die letzten Kilometer führt der Radweg parallel zur B 62 :-(  Mittagspause in Bad Hersfeld. Die Stadt hat uns wirklich überrascht. Von der A 4 sieht man nur Industrie u. Gewerbe, dabei hat die Stadt eine sehr schöne Altstadt und eine beeindruckende Stiftsruine. Weiter ging es auf dem sehr gut ausgebauten Fuldaradweg nach Norden, das Tal der Fulda wird hier sehr breit. Den Abstecher auf das andere Fuldaufer nach Bebra hätten wir uns sparen können, dafür hat uns der Ortsteil Breitenbach um so besser gefallen.  Wenig später wartete das Städtchen Rotenburg auf uns. Das Fachwerkensemble der Stadt ist wunderschön. Nach 71 km erreichten wir unsere heutige Unterkunft in Heinebach.  
Am Ostersonntag war unser Tagesziel Kassel. Wir konnten es kaum glauben, aber es war noch kälter als die vergangenen Tage: 0,4 °C! Die Strecke ist landschaftlich wirklich schön. Hinter Binsförth wartete laut Karte eine Fahrradseilbahn über die Fulda auf uns. Um so größer war unsere Enttäuschung, als wir feststellen mussten, das die Seilbahn außer Betrieb war. Dann eben doch den steilen Anstieg zur Straße nach Beiseförth. Nach 23 km erreichten wir die Fachwerkstadt Melsungen - ein Kleinod! Nach dem wir die Altstadt mit ihren vielen schönen Fachwerkfassaden bestaunt hatten, ging‘s weiter an der Fulda entlang. Der Fuldaradweg ist sehr gut ausgebaut, heute radeln wir überwiegend auf breiten asphaltierten Wegen. In Guxhagen wollten wir Mittag essen, leider hatten die beiden Gaststätten zu :-(   Auf der anderen Flussseite liegt das Kloster Breitenau. Das riesige Anlage des ehemaligen Klosters hoch über der Fulda ist nicht zu übersehen, aber leider nur von außen zu besichtigen.  In Kassel empfing uns dann bei strahlendem Sonnenschein mit seiner wunderschönen Orangerie. Der Rest der Stadt ist nicht so schön, viele Bausünden der 60er u. 70er Jahre.  Der Schlosspark Wilhelmshöhe ist bestimmt sehenswert, uns fehlte dafür leider die Zeit.  
Reiseberichte.com
Hohe Straße nördlich von Bischofsheim
Rast an der Hohen Straße mitGalgenschaukel
Blick von der Hohen Straße auf Oberdorfelden
Ortenberg, Stadttor
Tag 1: Frankfurt/ Main -  Ortenberg, 63 km
Vulkanradweg bei Merkenfritz
Blick auf Gedern
Vulkanradweg hinter Gedern
Vulkanradweg bei Crainfeld
Vulkanradweg bei Herbstein
Schloss Gedern
Schloss Eisenbach
Lauterbach
Burg Lauterbach
Tag 2: Ortenberg - Lauterbach, 64 km
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Tag 3: Lauterbach - Pfordt , 51 km
Bad Salzschlirf
Fulda, Dom
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Tag 4: Pfordt - Heinebach , 71 km
Fuldaradweg, Rastplatz bei Niederjossa
Bebra
Bad Hersfeld, Rathaus
Bad Hersfeld, Stiftsruine
Fulda bei Bebra
Rothenburg an der Fulda
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Tag 5: Heinebach - Kassel, 67 km
Melsungen, Rathaus
Melsungen, Schloß
Melsungen, Altstadt
Fulda bei Melsungen
Kloster Breitenau
Radwegbrücke bei Dennhausen
Fulda bei Dennhausen
Kassel, Orangerie
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Tag 6: Kassel - Bad Sooden, 69 km
Das Hotel Astoria können wir auf jeden Fall weiterempfehlen: Frühstück war einfach spitze und das Personal war super freundlich! Bei leichtem Regen fuhren wir los und schon nach 1 km fing es dann heftiger an zu regnen.  Also hieß es Anhalten, Regensachen Anziehen und weiter. Die Ausschilderung des Fuldaradweges durch Kassel war teilweise gar nicht vorhanden oder sehr verwirrend. Ohne Navi wären wir sicher herumgeirrt. Die Fahrt in Richtung Hann. Münden war landschaftlich sehr schön, trotz Regen.  Der Radweg führt meist direkt neben der Fulda entlang und ist asphaltiert. Nach 32 km erreichten wir Hann. Münden.  Auch nach der Einkehr beim Italiener regnete es immer noch und die Kälte spürten wir nach dem warmen Lokal um so mehr  :-(   Ab Hann. Münden radelten wir auf dem Werraradweg nach Südosten, der Qualitätsunterschied zum Vulkanradweg ist schon sehr deutlich: teils schlechte Oberfläche und manchmal nicht eindeutig beschildert. Da wir den Werraradweg 2008 bereits komplett gefahren sind verweise ich hier auf den entsprechenden Tourenbericht. (Reisebericht über unsere Radtour auf dem Werraradweg)  Über Witzenhausen und Werleshausen erreichten wir am Nachmittag Lindewerra. In der Alten Stockmacherei gab‘s leckeren Kuchen und eine Auswahl an (Wander)Stöcken zu bestaunen, die in der Manufaktur hergestellt werden. Um zu unserer Unterkunft in Ahrenberg zu kommen, haben wir den Werraradweg in Lindwerra erst einmal verlassen. Auf einem schönen Radweg direkt an der Werra fuhren wir bis Ellershausen und von dort die letzten 2,5 km auf einer Landstraße leicht aber stetig bergauf nach Ahrenberg.  
leider das einzige Foto des Tages - Regensachen anziehen in Kassel :-(
Die Streckenführung der Tour: