1331 km in 20 Tagen: Radtour im Sommer 2010 über Weser, Nordseeküste, Oste, Elbe, Saale u. Ilm
Weser, Elbe, Saale, Ilm
1331 km in 20 Tagen: Über  Weser, Nordseeküstenradweg, Oste, Elbe, Saale u. Ilm im Sommer 2010, Teil 1
Die Streckenführung der Tour:
Mit der Bahn ging es zum Start unserer Tour nach Hann. Münden Ehrfürchtig standen wir am Zusammenfluss von Fulda und Werra. Hier beginnt also der Fluss, der uns bis zur Nordseeküste begleiten sollte. Hinter Hann. Münden folgt der Weserradweg dem engen Tal der Weser, rechts und links erheben sich bewaldete Höhenzüge - eine fantastische Landschaft dieses Weserbergland! Der Wettergott meinte es gleich am ersten Tag gut mit uns: Sonnenschein und 30°C Lufttemperatur. Die Erfrischung am Brunnen in Reinhardshagen kam wie gerufen. Weiter an der Grenze des Naturparks Hann. Münden entlang mussten wir in Oberweser zum ersten mal die Weser mit der Fähre überqueren. Die Weser mäandert in anmutigen Schleifen, so dass immer wieder andere Perspektiven auf das Wesertal sichtbar sind. In Bad Karlshafen, mit seinem sehenswerten Ortskern, wechselt der Radweg wieder die Seite - diesmal auf einer Brücke. Nur 7 km hinter Bad Karlshafen erwartete uns unser erster Campingplatz am Axelsee. Der Platz liegt idyllisch direkt am kleinen, badetauglichen See.
Rechts der Weser gefahren starteten wir am nächsten Morgen. Nach wenigen Kilometern setzten wir bei Wehrden mit einer kleinen, schaukeligen Fähre über. Die Landschaft wurde wie Gestern geprägt durch das oft enge Wesertal mit Höhenzügen zu beiden Seiten. An vielen (Bagger)Seen entlang erreichten wir gegen Mittag Höxter. Sehenwert: die historische Altstadt mit schönen Fachwerkhäusern und die Kilianikirche. Kurz hinter Höxter fährt man direkt am Schloss und der beeindruckenden Klosteranlage Corvey vorbei. Ganz nah links der Weser führte die Route wieder in großen Schleifen nordwärts nach Holzminden, wo wir die Weser wieder überquerten. Hinter Bodenwerder taucht auf der anderen Flussseite Schloss Hehlen auf - sehr romantisch ;-) Der Campingplatz in Grohnde liegt direkt an der Weser und ist einer der größeren Plätze. Preiswert Essen kann man hier und auch sonst fühlten wir uns wohl.
Im Sommer 2010 nahmen wir unsere zweite 3-wöchige Radtour mit Zeltausrüstung in Angriff. Start war diesmal in Hann. Münden. Von dort folgten wir dem Weserradweg bis Cuxhaven, weiter auf dem Nordseeküstenradweg bis Ottendorf. Ab hier begleitete uns die Oste bis kurz vor Stade. Auf dem Elberadweg ging es dann über Hamburg bis nach Magdeburg. Ab Madeburg wieder nach Süden auf den Saale- und Ilmradweg bis nach Bad Berka. Wir waren gut vorbereitet, hatten traumhaftes Wetter und haben viel gesehen und erlebt. (Fast) jeden der über 1.300 Kilometer durch das wunderschöne Norddeutschland haben wir genossen - ein unvergesslicher Radurlaub! Den unten dargestellten Track könnt ihr unter hier: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=jzrseycbikenagqd  herunterladen.
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Am nächsten Morgen sah es zunächst sehr trübe und nach Regen aus. So war es nicht: auch dieser Tag wurde später sonnig und richtig warm. Kurz hinter Grohnde tauchte auf der anderen Flussseite das Kernkraftwerk Grohnde auf. Wie kann etwas so ruhig und friedlich erscheinen und doch gleichzeitig so bedrohlich wirken? Danach radelten wir durch den wunderschönen Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln und sind nach 12km in Hameln angekommen. Die Stadt des Rattenfängers (den wir auch gesehen haben) hat uns super gefallen. Die Innenstadt bietet einige Sehenswürdigkeiten, z. B. das trutzige Münster St. Bonifatius und viele alte Fachwerkhäuser. Hinter Eisbergen bietet sich eine Alternative für die offizielle Streckenführung an: 7 km nach Eisbergen überquert der Radweg einen Bahnübergang. Danach unbedingt nach links auf die Landstraße L 866 abbiegen, in Uffeln trifft man wieder auf den Weserradweg und hat ca. 125 Höhenmeter  auf 2 km gespart. Der Campingplatz bei Bad Oeynhausen, am Südlichen See hat mindestens 5 Sterne verdient: riesige Zeltwiese, tolle Sanitäranlagen und im See kann man auch baden! Auf diesem Platz kamen wir mit einer Familie ins Gespräch, die wir seit dem erstem Tag immer wieder getroffen hatten. Sie waren auch Thüringer und wollten bis Bremen radeln.
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Von der Seenlandschaft bei Bad Oeyenhausen geht’s Richtung Minden. Hoch oben über Porta Westfalica thront das Kaiser Wilhelms Denkmal. An dessen Fuß wieder einmal über die Weser nach Minden. Die Stadt hat viele Kirchen - wir haben den Dom angeschaut und sind schon wieder sehr angenehm überrascht worden. Ohne viel fragen zu müssen, erklärte uns eine sehr nette Dame den gesamten Dom :-) Direkt am Weserradweg liegt die Gaststätte Schiffsmühle, hier kann man gut essen und nebenbei die historische Schiffsmühle besichtigen. Hinter Porta Wesfalica verändert sich die Landschaft deutlich, es wird deutlich flacher und ab und zu schon fast eintönig. Viel gesehen hatten wir bis hier - allerdings war es schon 14:30 Uhr und wir hatten erst 20km geschafft. Gleich hinter Minden der nächste Halt: der Mittellandkanal überquert hier die Weser in einer Trogbrücke. Für einige Kilometer führt der Radweg jetzt direkt am Fluss entlang. Das Renaisanceschloss in Petershagen wirkt wie ein Märchenschloss, ist aber heute ein Hotel und nicht zu besichtigen. Hinter Ovenstädt entfernt sich der Radweg von der Weser, um hinter Großenheerse wieder zum Fluss zu stoßen. Bei Großenheerse steht eine der vielen Mühlen, diese kann auch besichtigt werden. Das Cafe an der Mühle können wir nicht unbedingt empfehlen, zur Nachmittagszeit gab es keinen Kuchen! Gegen 18:30 Uhr Ankunft am Campingplatz in Stolzenau, familiäre Atmosphäre direkt an der Weser. 20:00 Uhr fing es an zu regnen, zum Glück gab es aber überdachte Sitzmöglichkeiten und wir konnten gemütlich mit der Erfurter Familie zu Abend essen.
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Auch der nächste Morgen meinte es gut mit uns: Sonnenschein und das Zelt war ruck zuck trocken. Die erste Rast machten wir an der Hochzeitsmühle in Landesbergen. Die Mühle wirkt mitten im Ort irgendwie deplatziert, sieht aber toll aus. Weiter ging es an einem Teilstück begradigter Weser entlang. Auf diesem Abschnitt tauchen immer wieder Schleusen auf, auf Grund des regen Schiffsverkehrs kann man jede Menge Schleusvorgänge beobachten. Gegen Mittag erreichten wir Nienburg, eine wunderschöne Kleinstadt mit uralten Fachwerkhäusern, der typischen Backsteinkirche ( St. Martin) und jeder Menge sehr unterschiedlicher Skulpturen. Bei starkem Gegenwind fuhren wir weiter nach Drakenburg, das Prachtportal des dortigen Schlosses ist einen Stopp wert, der Ort selbst wirkt eher verschlafen. Fans sakraler Bauwerke sollten sich die Stiftskirche in Brücken ansehen. Eine solch außergewöhnliche Innenbemalung hatten wir vorher noch nie gesehen. Etwas fern ab der Weser führte der Weserradweg weiter nach Hoya, unser heutiges Ziel war Eitzendorf mit gleich zwei Campingplätzen am Alveser See. Wir entschieden uns für den südlich gelegeneren Platz, die Lage war einfach schöner.
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Nach einer eiskalten Nacht wärmte uns die kräftige Morgensonne beim Frühstück wieder auf. Und wieder nach Norden ging es durch eine flache aber schöne Landschaft, geprägt durch Wiesen und Äcker. Hinter Oiste führt der Radweg für einige Kilometer an einer stärker befahrenen Landstraße entlang und überquert dabei die Weser. Unser erstes Ziel an diesem Tag erreichten wir gegen Mittag: die Pferde u. Reiterstadt Verden. Die schöne, beschauliche Innenstadt gefiel uns ebenso gut wie der imposante Dom. Rechts der Weser ging es weiter in Richtung Bremen, hinter Groß Eisel folgte der Radweg wieder einem Schleusenkanal. Kurz vor Achim wurde die Oberfläche ungewohnt schlecht, Schotterwege waren uns auf dem Weserradweg kaum begegnet. Einen idyllischen Seitenarm der Weser bei Achim nutzen wir für eine letzte Pause vor unserem Ziel Bremen. Die Strecke bis ins Zentrum war stressig, da sie meist an viel befahrener Straße entlang führte - Großstadt waren wir einfach nicht mehr gewohnt. Für Bremen wollten wir uns etwas mehr Zeit nehmen und haben uns für 2 Nächte eine Unterkunft im Ortsteil Valle (3km vom Zentrum) gesucht - perfekter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.
Tag 6: Eitzendorf - Bremen, 62 km
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Campingplatz am Axelsee
Start am Weserstein
Pause in Reinhardshagen
Weser bei Wehrden
Fähre bei Wehrden
Weser bei Wehrden
Weser bei Boffzen
Höxter
Höxter, Kilianikirche
Schloss Corvey
Kloster Corvey
Weserradweg hinter Holzminden
Schloss Hehlen
Tag 1: Hann. Münden - Axelsee 53 km
Tag 2: Axelsee - Grohnde, 75 km
Kernkraftwerk Grohnde
Hameln
Hameln Münster St. Bonifatius
Mühle bei Veltheim
Tag 3: Grohnde - Bad Oeynhausen, 75 km
Weserradweg bei Porta Westfalica
Weserradweg bei Porta Westfalica
Kaiser-Wilhelm-Denkmal bei Porta Westfalica
Weser bei Porta Westfalica
Minden, Dom
Trogbrücke des Mittelandkanals bei Minden
Mittelandkanal bei Minden
Mittelandkanal nördlich von Minden
Schloss Petershagen
Mühle bei Gernheim
Mühle bei Großenheerse
Tag 4: Bad Oeynhausen- Stolzenau, 59 km
Tag 5: Stolzenau - Eitzendorf, 70 km
Mühle in Landesbergen
Prachtportal in Drakenburg
Kraftwerk bei Landesbergen
Schleuse hinter Landesbergen
Nienburg/ Weser, Alstadt
Nienburg/ Weser, St. Martini
Brücken, Stiftskirche
Weser bei Oiste
Weserbrück bei Oiste
Verden, gotischer Dom  
Verden, Innenhof des Doms
Schleusenkanal bei Groß Eisel
Rast bei Achim